PRP-Behandlung bei Haarverlust
Eigenbluttherapie für gesundes Haarwachstum
Die PRP-Behandlung ist vor allem dann empfehlenswert, wenn das Haarwachstum durch eine natürliche Methode gestärkt werden soll.
Das köpereigene Plasma ist reich an notwendigen Botenstoffe und Wachstumsfaktoren, welche das Zellwachstum der Haarfollikel unterstützen und so eigene Regenerationsprozesse stärken. Diese Eigenbluttherapie beugt zunehmendem Haarverlust vor, stoppt vorzeitigen Haarausfall und bewirkt vor allem bei dünner und schwächer werdender Struktur oft sehr gute Ergebnisse.
Gute Gründe für eine PRP-Behandlung bei Haarausfall
Unkompliziert und risikoarm
Ohne einen operativen und aufwendigen Eingriff, wie er im Rahmen einer Haartransplantation erfolgen würde, kann durch die Eigenbluttherapie mit PRP die Lebensfähigkeit der Haarfollikel entscheidend erhöht werden. Dabei wird die gesamte Kopfhaut durch mehrere Injektionen stimuliert.
Der Eingriff ist unkompliziert und risikoarm. Durch die köpereigenen Faktoren können keine Unverträglichkeiten oder allergische Reaktionen auftreten. Es werden zudem sehr gute Langzeitergebnisse erzielt, ohne zwischenzeitlich optische oder körperliche Einschränkungen hinnehmen zu müssen. Dies ist somit eine sehr natürliche und schonende Methode, um einem vorzeitigen Haarausfall entgegenzuwirken.
Wer profitiert von einer PRP-Behandlung?
Grundsätzlich eignet sich die PRP-Behandlung für alle, die gegen Haarverlust und vorzeitigen Haarausfall vorgehen und ihr Haar natürlich kräftigen wollen. Insbesondere bei jungen Männern kommt es mitunter zu frühem Haarverlust und Veränderung der Haarstruktur.
Ebenso sind Frauen in der Phase hormoneller Umstellungen oft von dünner und schwächer werdendem Haar betroffen. Auch eine zu intensive Pflege mit regelmäßigen Anwendungen kann die Haare nachhaltig schädigen, z.B. durch zu häufiges Glätten, Bleichen oder Färben.
Vor einer PRP-Behandlung sollte die Ursache für den Haarverlust medizinisch abgeklärt werden. Nicht geeignet ist die Eigenblutbehandlung bei Autoimmunerkrankungen und chronischen oder akuten Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis.
Ablauf einer PRP-Behandlung bei Haarausfall
Es wird zunächst Eigenblut aus der Armvene entnommen und anschließend mittels einer speziellen Zentrifugation aufbereitet. Durch dieses Verfahren werden Blutbestandteile getrennt und es wird das konzentrierte Blutplasma gewonnen. Dieses zeichnet sich durch eine hohe Konzentration verschiedener Wachstumsfaktoren und Botenstoffen aus, welche Einfluss auf die Haarwurzel nehmen können. Der Begriff PRP steht für plättchenreiches Plasma, weil ein hoher Anteil an Blutplättchen (Thrombozyten) darin verbleibt, der eine wesentlich Rolle bei der Blutgerinnung spielt. Somit unterstützt PRP die Regeneration von Gewebe und fördert die Wundheilung.
Die Eigenbluttherapie kann sich entsprechend auch positiv auf das Haarwachstum sowie die Regeneration und Dicke der Haare auswirken durch eine verbesserte Versorgung der Haarfollikel mit Nährstoffen. Die Zellerneuerung der Haarwurzel wird angeregt, es kommt zu einer besseren Blutzirkulation des jungen Haares und alte Haarfollikel können sich regenerieren. Somit soll durch die PRP-Behandlung der Haarausfall verlangsamt werden, während das Wachstum neuer Haare unterstützt und die Haarqualität verbessert wird.
Es handelt sich bei der PRP-Methode folglich um eine eigenständige Haarwurzelbehandlung für gesundes Haarwachstum.
Die wichtigsten Behandlungsschritte auf einen Blick
- Es werden zunächst ca. 15-20 ml Blut abgenommen, um die Blutplättchen (Thrombozyten) zu isolieren. Dazu wird ein spezielles und geschlossenes System der Firma Arthrex verwendet, damit es nicht zu Verunreinigungen kommen kann.
- Mit feinsten Mikronadeln wird dieses plättchenreiche Plasma an die vom Haarausfall betroffenen Stellen injiziert, um die körpereigenen Regenerationsprozesse anzuregen.
- Die Blutplättchen enthalten Wachstumsfaktoren, die die Wachstumsphase der Haarfollikel fördern und den Zellstoffwechsel anregen.
Die Behandlung dauert in der Regel ca. 30 Minuten. Durch die Verwendung von sehr feinen Nadeln kommt es kaum zu Blutungen. In seltenen Fällen kann es in den ersten Tagen nach dem Eingriff zu leichten Rötungen, Schwellungen und Juckreiz kommen. Da jedoch körpereigene Substanzen eingesetzt werden, ist das Verfahren gleichermaßen sicher wie gut verträglich. Die Kosten einer Behandlung belaufen sich auf ca. 450,00 € pro Termin.
Wichtig: Mindestens 3 Tage vor der Behandlung sollten Sie auf die Einnahme bestimmter Medikamente verzichten. Dazu gehören Ibuprofen, Aspirin, Voltaren sowie andere Schmerz- und Rheumamittel. Diese können die Blutplättchen hemmen und den Behandlungserfolg gefährden.
FAQ: Häufige Fragen zur PRP-Behandlung
Eine Eigenbluttherapie bewirkt, dass das Haarwachstum angeregt wird. Das Blutplasma enthält wertvolle Wachstumsfaktoren, welche die aktiven Haarwurzeln verdichten und inaktive Haarwurzeln anregen. Somit verbessert sich im Laufe der Zeit das Haarbild deutlich.
Nach einer erfolgreichen Eigenbluttherapie hält das Ergebnis 2-3 Jahre an. Durch regelmäßige Auffrischungsbehandlungen lässt es sich noch zusätzlich verlängern. Ratsam ist es, so früh wie möglich mit der PRP-Behandlung zu starten, damit die Ergebnisse noch langanhaltender sind.
Um ein zufriedenstellendes Ergebnis der PRP-Behandlung zu erzielen, ist es notwendig, die Behandlung im Abstand von zwei Monaten 2–3-mal zu wiederholen.
Die ersten Ergebnisse, also eine erhöhte Haardichte oder ein vermehrtes Haarwachstum ist meistens nach 6-8 Wochen zu erkennen. Die Verbesserung des Haarbildes nimmt in den darauffolgen Wochen weiter zu, bis das endgültige Ergebnis erreicht ist.
Vor der Behandlung ist es wichtig, dass Sie mindestens 3 Tage auf die Einnahme bestimmter Medikamente verzichten. Nach der Behandlung ist es ratsam, die Haare innerhalb der ersten 6 Stunden weder zu waschen noch Schaum oder Spray zu verwenden.